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Eine gute und eine schlechte Halbzeit in Neuenburg – SC Kriens

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Eine gute und eine schlechte Halbzeit in Neuenburg

Am Ende nach knapp 100 intensiven Minuten blieb bei uns die Enttäuschung und ein bisschen wohl auch der Ärger über eine Niederlage, die wir um ein Haar noch hätten abwenden können – aufgrund der zweiten Halbzeit, hätten abwenden müssen.

Das Heimteam führte nach zwei Minuten und dem ersten Angriffsversuch mit 1:0. Der Ex-Krienser Liridon Mulaj schloss einen Umschaltmoment trocken ins lange Eck ab. Es sollte nicht der letzte Erfolgsmoment nach einem Fehler von uns im Aufbauspiel und der schnellen Angriffsauslösung des Heimteams bleiben.

Das frühe Gegentor im Nacken, suchten wir von Anfang an die Offensive, versuchten das Spiel zu gestalten und Xamax früh am Spielaufbau zu hindern. Das gelang uns in der ersten Halbzeit phasenweise, machte uns aber auch anfällig für die Umschaltmomente des Heimteams.

Nach einer knappen Viertelstunde schloss Diomande einen solchen zum 2:0 ab. «Wir liefen Xamax in der ersten Halbzeit ins offene Messer, genau das wollten wir unbedingt verhindern», sagte Mike Winsauer nach dem Abpfiff.

Zwar kamen wir durch einen schönen Treffer von Debütant Elio Rufener wieder heran, kassierten aber kurz vor dem Halbzeitpfiff, wieder nach einem Ballverlust im Zentrum, das 3:1. Unglücklich, so kurz vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel stellten wir dann etwas um. Mauricio Willimann und Malek Ishuayed kamen und unser Spiel stabilisierte sich zusehends, wir waren nun das spielbestimmende Team, dem Xamax mit viel Physis und meist nur langen Bällen entgegentrat.

Aber wir wirkten nun gefestigter, kompakter und liessen kaum mehr Gelegenheiten für das Heimteam zu. Auf der anderen Seite war es dann eine Kombination zwischen Malek Ishuayed und Elio Rufener, die uns auch resultatmässig zurück ins Spiel brachte. Malek mit dem Assist, Elio mit seinem zweiten Treffer, wunderbar in die lange Ecke.

Was folgte, war unsere Sturm-und-Drang-Phase. Wir agierten nun dominant, bissen uns aber auch immer wieder an der Sechsmann-Mauer von Xamax fest. Erst ein Durchspiel via Yuro und Nico brachte Malek in eine perfekte Abschlussposition. Zuerst aber rettete ein Verteidiger auf der Linie, den Nachschuss parierte Xamax-Torhüter Mossi (er kam für den verletzten Likar – wir wünschen gute Besserung) mirakulös. 86 Minuten waren da gespielt.

Wir rannten weiter an, standen bei einer Ecke auch mit Torhüter Ruben Salchli im gegnerischen Strafraum und hatten noch ein, zwei gefährliche Bälle vor dem Tor der Neuenburger. Aber es blieb dabei.

Wir verpassten den Punktgewinn in Neuenburg, dürften mit dem Auftritt nach der Pause zufrieden sein und müssen aus den Unzulänglichkeiten der ersten 45 Minuten lernen. «Das Unentschieden wäre aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewesen», bilanzierte auch Xamax-Trainer Bruno Berner am Ende.

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