Es sind die letzten Tage einer intensiven Vorbereitung im Kleinfeld. Intensiv aufgrund der hohen Temperaturen, aber auch aufgrund des Programms. Cheftrainer Mike Winsauer und sein Staff fordern viel Intensität, sie kommentieren Spielzüge und Laufwege, reden viel, loben, kritisieren hin und wieder, es ist ein sehr lebhaftes Treiben auf dem Platz 1 im Kleinfeld.
Oft fällt der Begriff «Mentalität» – die Basis des sportlichen Erfolges. «Unsere mentale Haltung, der unbeugsame Wille, Fussballspiele gewinnen zu wollen, ist für uns die Grundvoraussetzung, darauf legen wir viel Wert», sagt Sportchef Yves Jöhl.
Seine Sommerpause bestand bisher hauptsächlich daraus, Telefonate und Gespräche zu führen. Mittlerweile steht der erste Challenge-League-Kader des SC Kriens nach fünf Jahren, bis auf zwei, drei Positionen. «Wir brauchen Geduld und werden nicht in Aktionismus verfallen, nur weil der Saisonstart näherrückt. Die Spieler müssen zu uns passen und uns sportlich weiterbringen.»
Mit Ruben Salchli (von YB), Marvin Akahomen (von Basel), Malek Ishuayed (von Servette) und Elio Rufener (von YB) wechselten gleich vier U-Nationalspieler der Schweiz leihweise ins Kleinfeld.
«Es ist schön, dass sich diese Spieler für den SCK entscheiden und im Kleinfeld den nächsten Entwicklungsschritt machen wollen. Wir hatten in der letzten Saison die meisten Einsatzminuten von Spielern im U21-Alter. Diese Philosophie wollen wir auch eine Liga höher weiterverfolgen. Es ist nun eine Mischung aus Erfahrung, lokaler Verankerung und eben jungen Spielern, denen wir beim SCK ein Sprungbrett für ihre Karriere bieten – mit einem Staff, der ihnen das dafür nötige Vertrauen schenkt.»
Am kommenden Freitag startet für den SC Kriens die neue Saison im malerischen Stade de la Maladière in Neuenburg. Beim letzten Test in Biel am vergangenen Wochenende fehlten noch zahlreiche Akteure aufgrund von Verletzungen. «Damit hatten wir in der Vorbereitung etwas zu kämpfen, aber wir wollten auch nichts riskieren gegen Biel und einige zuletzt abwesende Spieler werden nun gegen Xamax wieder einsatzbereit sein», sagt Yves Jöhl.


