Der SC Kriens II startet mit einer Enttäuschung in die Aufstiegsspiele. Das junge Team von Heinz Schumacher und Ilir Islami trat gut vorbereitet im Letten gegen den FC Sins an, doch in den Startminuten war die Unsicherheit deutlich spürbar. Es fehlte an Mut, die Zweikämpfe wurden zu wenig energisch geführt – das Heimteam hatte klar mehr vom Spiel.

«Mut» war auch das Stichwort in der 9. Minute: Ein Eckball von Burkard wurde scharf auf den ersten Pfosten gezogen. Torhüter von Rotz ging zwar entschlossen zum Ball, stieg aber zu wenig hoch und tippte ihn nur in die Luft. Als er sich umdrehte, sah er den Ball auf dem Rasen aufspringen und an Freund und Feind vorbei ins Tor kullern.

Eine direkte Reaktion blieb aus. Die Krienser kamen nur durch Flanken ansatzweise in Tornähe – allesamt sichere Beute für Sinser Keeper Peterhans. Auch defensiv tat man sich weiterhin schwer. Sins blieb spielbestimmend und kam zu mehreren Chancen, die nun aber von von Rotz vereitelt wurden. Zur Pause stand es 1:0 für die Gastgeber.
In der zweiten Halbzeit zeigte der SCK dann, welche Partie er eigentlich spielen wollte: energischer, williger, schneller, präziser – und mutiger. Der Auftritt der «Boys in Green» war nun nicht nur besser als in der ersten Halbzeit, sondern auch dem Gegner überlegen.

Kriens hatte mehr Spielanteile und erspielte sich zahlreiche Chancen – doch einer hatte etwas dagegen: Peterhans. Der Sinser Schlussmann zeigte eine überragende Leistung – ebenso wie der Querbalken, der einem Hammer von Noah Gabriel standhielt.
Mit dem zunehmenden Risiko schlichen sich auch kleinere Fehler im Aufbau ein, wodurch Bühlmann zu einer Grosschance kam – doch von Rotz blieb Sieger im 1:1.

In der 76. Minute dann endlich die Erlösung: Stasa Pandurovic drückte den Ball nach einer weiteren Glanztat von Peterhans über die Linie. Der SC Kriens drückte nun auf den Siegtreffer. In der 80. Minute wurde Klinke im Strafraum gefoult – Elfmeter! Hättenschwiler trat an, doch scheiterte mit seinem platzierten Schuss erneut an Peterhans.
Den Schlusspunkt setzte noch einmal der überragende Sinser Torhüter Peterhans, als er einen Schuss von Gabriel parierte, der nach einem perfekten Pass von Wicki allein vor dem Tor stand.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit fand die Mannschaft in die Aufstiegsspiele – am Ende blieb dennoch Enttäuschung. Ein Sieg wäre aufgrund der Reaktion verdient gewesen. Doch: Es ist noch alles offen. Come on Kriens.
Weiter gehts am Samstag, 14. Juni, auswärts gegen den FC Schwyz. Anpfiff ist um 18:00 Uhr.
(Bilder: Mike Wiss)

