Die Dramaturgie eines Spiels kündet sich manchmal bereits vor dem Anpfiff an. In Rapperswil, das wissen wir aus Erfahrung, sind es meist aufreibende Duelle. Umkämpfte Spiele – und allzu oft sind wir in der Vergangenheit punktelos wieder abgereist aus der Sportanlage Grünfeld.
Gestern nahmen wir einen Zähler mit. 1:1 nach 93 Minuten, in denen wir viel Druck aushalten mussten, solidarisch agierten, uns aber auch immer wieder entfalten konnten. Ruben hielt uns mit zwei, drei Paraden im Spiel, auf der anderen Seite verpasste Nico die Führung (39′). Nur eine Haaresbreite rettete für das Heimteam.

«Nach der Halbzeitpause sind wir gut rausgekommen, hatten mehr vom Spiel und sind durch einen schön herausgespielten Treffer auch in Führung gegangen», sagt Mike Winsauer.
Rapperswil erhöhte in der Folge nochmals die Kadenz, war spielerisch phasenweise dominant gestern Abend, und wir schafften es nach dem Führungstreffer kaum noch, für Entlastung zu sorgen. Der Ball rollte vorwiegend in unsere Richtung.
«Wir mussten in dieser Phase nach dem 1:0 viel defensiv arbeiten und haben uns hinten ‹reindrücken› lassen. Nach dem Ausgleich war es dann wieder etwas offener. Aber wir nehmen diesen Punkt mit, den wir uns mit einer solidarischen Leistung auch verdient haben», bilanzierte Mike Winsauer.

Der Ausgleichstreffer fiel nach 75 Minuten. Diarrassouba hatte an unserer Strafraumgrenze für einmal zu viel Platz, konnte sich drehen und schoss den Ball unter die Querlatte. Der Ausgleich war aufgrund der Bemühungen des Heimteams sicherlich verdient.
Durchschnaufen. Am Freitag kommt es im Kleinfeld zum Duell mit dem Tabellenführer. Auch da werden unsere Solidarität und mannschaftliche Kompaktheit wieder gefordert sein. Wir freuen uns auf den Spitzenkampf gegen Stade Lausanne Ouchy. Anpfiff 19:30 Uhr.

