Nach einer gelungenen Trainingswoche trafen wir uns voller Vorfreude auf das Spiel in Basel. Wir starteten ordentlich ins Spiel und hatten in der 4. Minute den ersten Eckball. Mit dem Gegenstoss – ein weiter, hoher Ball der Basler – fiel dann aber bereits das 1.0.
Die Basler waren im Durchschnitt einen halben Kopf grösser und physisch deutlich weiter als wir. In der 14. Minute das 2:0, in der 18. Minute das 3:0 und kurz vor Viertelpause das 4:0.
Was war da los? Wir hatten den Start völlig verpennt und waren vom Druck der Blauen völlig überfordert. Praktisch alle Duelle gingen verloren. Nach dieser Lehrstunde konnte es nur noch besser werden. Gleich zum Start des zweiten Viertels herrschte schon wieder Chaos im grünen Strafraum. Nach einem verlorenen Kopfballduell stand es bereits 5:0.
Danach glich sich das Geschehen auf dem St. Jakob-Naturrasen etwas aus, die Krienser wurden deutlich mutiger. In der 30. Minute brachten wir dann endlich den ersten vernünftigen Angriff vors gegnerische Tor. Leider ohne gefährlichen Abschluss. Aber es war eine klare Steigerung zum Katastrophenviertel festzustellen.
Die Grünen zeigten jetzt deutlich mehr Präsenz, waren aggressiver, bissiger und gewannen gegen die grossen Basler mehr Duelle. In der 49. Minute kombinierte sich Basel sehr einfach durch unsere Defensive und erzielt nach einer großartigen Parade unseres Torwartes im Nachschuss das 6:0. Unsere Flügel wurden mal für Mal von den Blauen überlaufen.
Ein weiterer solchen schnellen Angriffs mit einer sauberen Flanke vors Tor wurde wunderschön per Kopfballtreffer abgeschlossen. 7:0. Ab zur Pausenansprache. Wir wollten im Schlussviertel unbedingt noch den Ehrentreffer erzielen.
Der Wille war deutlich spürbar. Aber nein, schon in der 61. Minute fällt das 8:0. Nach einem Freistoss an die Lattenunterkante prallt der Ball einem Grünen unglücklich ans Knie. Jetzt folgte die beste Phase in unserem Spiel. Wir kombinierten uns zwei, drei Mal herrlich durchs Mittelfeld und hatten in der 72. die einzige wirkliche Topchance zum Ehrentreffer.
Nach einer schönen Kombination über drei Stationen zischte das Leder knapp übers Tor. Schade. Die zahlreichen Krienser Fans leideten mit den jungen Krienser Talenten mit.
In der 77. Minute pfiff der Schiri zu allem Übel noch einen kleinlichen Foulpenalty gegen uns. 9.0. Danach beendete der Mann in schwarz das Spiel 20 Sekunden zu früh – ich bin sicher, bei diesem letzten Angriff wäre unser Tor gefallen.
Ich muss zugeben, die Basler waren eindeutig eine Klasse besser, präsenter, präziser, wuchtiger und schneller. Wir agierten mutlos, ohne Passgenauigkeit und nahmen die Duelle nicht an.
Diese Klatsche gilt es abzuhacken und uns mit neuem Elan aufs Derby von nächster Woche gegen FCL-Stadt vorzubereiten.
Bericht: Nolan Maris Heer
Team Basel Concordia vs SC Kriens 9:0 (4:0 / 1:0 / 2:0 / 2-0)
SCK FE13: Gian Luca, Simon, Nando, Davi, Nolan, Leon, Alexandros, Janis, Noe, Ante, Genc, Armin, Tim, Lorik, Kevin

