Unnötige Heimniederlage gegen Xamax

Die Startphase war so, wie wir uns das vorstellen. Da war Druck im Spiel, viele gewonnene Zweikämpfe und auch Torchancen. Alleine es fehlte das Erfolgserlebnis. Aber es war ein vielversprechender Start. Bis Xamax mit dem ersten ernstzunehmenden Angriff, und mit ihrem letzten im ganzen Spiel, in Führung ging.

Schon ärgerlich. Uns blieb genügend Zeit zur Korrektur. Und Xamax machte heute nicht den Anschein, viel fürs Spiel machen zu wollen. Vielleicht konnten sie auch nicht. Wir hatten auch nach dem Seitenwechsel mehr von der Partie. Aber kaum mehr gefährliche Torchancen. Bis 20 Meter vor dem Tor des Gegners wars ok, danach fehlte uns die Durchschlagskraft. Dieses Problem kennen wir.

So blieb es dabei. Xamax nimmt eher glücklich drei Punkte mit nach Hause und wir stehen mit leeren Händen da, nach einem Auftritt für den wir mehr verdient hätten, der aber einmal mehr unsere Schwierigkeiten in der Offensive aufdeckte. Wir nehmen das Herz in die Hand und reisen am Freitag nach Thun. Weiterkämpfen.


Telegramm

SC Kriens vs. Neuenburg Xamax 0:1 (0:1)
Stadion Kleinfeld 950 Zuschauerinnen und Zuschauer

32′ Mafouta 0:1

SC Kriens: Neuenschwander, Busset (46′ Busset), Goelzer, Isufi, Urtic, Bürgisser (46′ Mistrafovic), Djorkaeff (46′ Muzlaj), Sessolo (55′ Aliu), Selasi, Lang, Marleku (72′ Avdijaj)

Bemerkungen: SC Kriens ohne Alessandrini, Yesilcayir (beide verletzt), Maloku, Binous und Bollati (alle nicht im Aufgebot). 87′ rote Karte (Foul) gegen Liridon Mulaj.

Statistik


Spielbilder

Von Daniel Gehrig


Vorschau

Wir nehmen den Meisterschaftsbetrieb wieder auf im Kleinfeld. Morgen Samstag kommt Xamax. Anpfiff 18 Uhr. Und morgen gibt es auch die Kleinfeld-Premiere von René van Eck als SCK-Trainer. Und dieser sagt vor dem Duell gegen den Tabellenachten. «Wir müssen uns getrauen, der Gegner soll ab sofort wieder Respekt vor dem SC Kriens haben.» 

Entsprechend haben wir uns auf dieses Spiel vorbereitet, haben intensiv trainiert, die Schlagzahl deutlich erhöht. «Insgesamt bin ich jetzt mit den Trainingsauftritten sehr zufrieden. Es wird immer besser. Die Spieler haben kapiert: Das Wort «Intensität», es ist und bleibt unser Kernbegriff», sagt René van Eck.

Neuenburg Xamax ist nach einem wunderbaren Saisonstart etwas aus der Spur geraten und wartet seit fünf Spielen auf einen Vollerfolg – einen Punkt (1:1 gegen Winterthur) holte das Team von Andrea Binotto nur, wohl zu wenig für die Ansprüche der Westschweizer.

Das wird morgen deshalb ein heisser Tanz im Kleinfeld. Verlieren verboten gilt für beide Mannschaften. Eigentlich. «Wir wollen den Ligaerhalt schaffen, da erwarte ich, dass jeder Vollgas gibt», sagt unser Cheftrainer.

Verzichten müssen wir gegen Xamax auf Enes Yesilcayir und weiterhin auch auf Elia Alessandrini. Mark Marleku und Liam Bollati waren bis Vorgestern mit den Juniorennationalmannschaften unterwegs. Mark lieferte beim 2:1 Sieg der U21 des Kosovos zwei Assists gegen Albanien, Liam stand bei der U19 der Schweiz gegen England (0:0) und beim 6:0 gegen Andorra im Einsatz. Möglich, dass beide noch nicht von Anfang an auf dem Platz anzutreffen sein werden.

Zurück ist dafür Izer Aliu, der sich vor dem Wil-Spiel etwas unglücklich verletzte. Auch sonst sind alle an Board, fit und munter. Das Spiel gibts im Livestream, aber natürlich wünschen wir uns morgen viel Unterstützung im Kleinfeld, sie wird wichtig sein.

Come on Kriens


René van Eck zum Spiel gegen Xamax: «Es gibt keine Ausreden mehr, jetzt müssen wir handeln»

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