Grosser Kampf bleibt unbelohnt

Am Ende sanken sie alle zu Boden. Thuner und Krienser. Fix und fertig nach 94 intensiven Minuten. Thun holt sich drei Punkte zu Hause, wir rackerten und versuchten bis zum Schlusspfiff. Aufgeben war und ist keine Option.

Unser Wille war von Beginn weg spürbar. Drei Torabschlüsse nach sechs Minuten, einer davon ging rein. Einwurf von Robin zu Izer, der zu Helios, Helios legt mit der Hacke wunderbar zurück auf Izer und dieser schiesst den Ball ins lange Eck. Schönes Tor.

Auf das Thun aber zu reagieren wusste, und wir nach 20 Minuten kaum mehr Antworten zur Entfaltung fanden. Es waren die besten Thuner Minuten. Bis Saleh nach einer halben Stunde per Kopf zum Ausgleich traf. Ein bisschen hatte sich dieser Treffer angekündigt.

Wir kamen in dieser Phase des Spiels kaum mehr zu Entlastungen. Die Partie pendelte sich nach dem Ausgleich ein, wir kamen zurück, spielten mit, leisteten uns dann aber einen entscheidenden Fehler im Spielaufbau. Saleh profitierte, schloss eiskalt ab. Pause. 1:2 aus unserer Sicht.

Aber, noch alles drin. Weil wir im Spiel waren und nach vorne deutlich verbessert auftraten als in den letzten Wochen. Sowieso und trotz Niederlage, die Entwicklung der Mannschaft ist klar sicht- und spürbar.

Das wurde auch in der zweiten Halbzeit offensichtlich – auch nach dem 3:1 durch Gerndt, aber so einfach dürfen wir uns natürlich nicht erwischen lassen. Omer mit der Hereingabe und der ehemalige Super-League-Skorer durfte sich aus 11 Metern die Ecke aussuchen.

Danach war es ein wildes Spiel. Wir versuchten, hatten ein, zwei gute Strafraumszenen, Thun ebenfalls. Aber wir hielten dagegen, waren phasenweise spielbestimmend und scheuten keinen Zweikampf. Mit Verlaub, das sah auch schon anders aus. Dranbleiben also. Die nächste Chance wartet am nächsten Samstag im Kleinfeld. Dann gegen Vaduz. Alle zusammen.


Telegramm

FC Thun vs. SC Kriens 3:1 (2:1)
Stockhorn Arena

Tore: 6′ Aliu (Sessolo) 0:1, 31′ Chihadeh 1:1, 41′ Chihadeh 2:1, 55′ Gerndt 3:1

SC Kriens: Neuenschwander, Urtic, Goelzer, Isufi, Busset, Bürgisser (46′ Avdijaj), Selasi, Costa (46′ Sukacev), Lang (31′ Mistrafovic), Aliu, Sessolo (87′ Marleku)

Bemerkungen: SC Kriens ohne Alessandrini, Yesilcayir, Maloku (alle verletzt), Mulaj (gesperrt) und Binous (nicht im Aufgebot)

Statistik


Spielbilder

Von Daniel Gehrig


Vorschau

Schnee hat sich angekündigt. Hier, aber auch im Berner Oberland. Morgen Freitag gehts für uns dort gegen den FC Thun. Anpfiff 20.30 Uhr. Thermo-Unterwäsche einpacken. Das gilt gleichermassen für Spieler und Fans.

Auf dem Feld wird es für uns darum gehen, an die guten Phasen aus dem Spiel gegen Xamax anzuknüpfen. «Wir waren sogar nach dem Platzverweis gegen uns mit einem Mann weniger überlegen», sagt unser Cheftrainer. Das Erfolgserlebnis aber fehlte noch und soll nun gegen den FC Thun folgen.

Ein Erfolgserlebnis in Form von Toren und damit verbunden drei Punkten. Dafür brauchts morgen in Thun eine kämpferische Glanzleistung, die von René van Eck geforderte Intensität und den einen oder anderen guten Einfall in der Offensive. Daran hat die Mannschaft in dieser Woche gearbeitet, nicht nur natürlich, aber immer wieder.

Thun auf der anderen Seite befindet sich inmitten einer unglaublich ausgeglichenen Challenge League. Zwar auf dem drittletzten Platz, aber bloss mit sechs Punkten Rückstand auf Leader Winterhur. Zuletzt gewannen die Mannen von Carlos Bernegger am 22. Oktober, danach gabs ein Untenschieden (1:1 gegen Vaduz) und zwei Niederlagen gegen Yverdon und zuletzt Stade-Lausanne-Ouchy.

Auch in Thun sehnt man sich nach einem Erfolgserlebnis. «Wir müssen nach 36 und nicht nach 14 Runden dort stehen, wo wir sein wollen», sagte FC Thun Trainer Carlos Bernegger in der Berner Zeitung diese Woche. Das sehen wir gleich und freuen uns auf das Duell mit den Berner Oberländern.

Weiterhin verzichten müssen wir auf Enes und Elia, dazu hat sich Progon letzte Woche am Knie verletzt und wird uns einige Wochen fehlen. Gute Besserung. Liri ist nach seiner roten Karte gegen Xamax sicher in Thun gesperrt.

Wer sich die Partie auf der heimischen Couch anschauen möchte, kann das gerne tun. Gemeinsam mit dem FC Thun kommen wir für die Kosten des Livestreams auf. Das Spiel gibts deshalb morgen live hier auf unserer Webseite.

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