Deutliche Niederlage gegen Stade Lausanne-Ouchy

Es bleibt auch nach dem Spiel gegen Stade Lausanne-Ouchy dabei. Wir warten weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Wie schon gegen Yverdon, begann auch die Partie gegen Ouchy mit einem frühen Gegentreffer, nach einem individuellen Fehler, denkbar schlecht für uns.

Das Heimteam gab nach der Führung weiterhin den Ton an, hatte mehr vom Spiel, mehr Ballbesitz und die deutlicheren Torchancen. Uns gelang offensiv kaum etwas, ein Freistoss von Liri Mulaj nach 38. Minuten war unsere gefährlichste Aktion vor dem Seitenwechsel.

Stade Lausanne-Ouchy hingegen nutze kurz vor dem Pausenpfiff eine weiter Gelegenheit zur Vorentscheidung. Abdullah traf aus 20 Metern, ohne dass er dabei gross gestört wurde.

Ein ähnliches Bild auch in der zweiten Halbzeit. Wir versuchten, alleine es gelang kaum etwas. Die grosse Gegenwehr, sie blieb aus. Ein Beispiel: Beim 3:0 nach einer Stunde spazierte Sofyan Chader von der Mittellinie mit dem Ball am Fuss bis vor unseren Strafraum und traf von dort durch die Beine von Pascal Brügger zum 3:0.

Ja und was danach folgte, ist kaum nachvollziehbar. Zwei geschenkte Tore kurz vor dem Abpfiff und ein entsprechendes Schlussresultat, für das keine weiteren erklärenden Worte genügen oder nötig sind. Wen wollen wir hier noch für dumm verkaufen? Wir belassen es deshalb an dieser Stelle besser dabei – aber wirklich nur an dieser Stelle.


Telegramm

FC Stade Lausanne-Ouchy vs. SC Kriens 5:0 (2:0)
Stade Olympique de la Pontaise 312 Zuschauerinnen und Zuschauer

Tore: 7′ Labeau 1:0, 41′ Abdullah 2:0, 60′ Chader 3:0, 87′ Hadji 4:0, 89′ Labeau 5:0

SC Kriens: Brügger, Goelzer, Harambasic, Costa (73′ Djorkaeff), Urtic, Bollati (64′ Busset), Yesilcayir, Selasi, Mulaj (83′ Binous), Mistrafovic (46′ Marleku), Avdijaj (64′ Isufi)

Bemerkungen: SC Kriens ohne Alessandrini, Bürgisser, Sessolo, Aliu, Balaruban (alle verletzt), Lang (krank)


Vorschau

Es ist noch nicht so lange her, da liebäugelte man beim FC Stade Lausanne-Ouchy mit dem Aufstieg in die Super League. In der vergangenen Saison wurden die Westschweizer Dritter, unter anderem gebremst von einer 1:2 Heimniederlage gegen uns in der fünftletzten Runde. Die Ambitionen aber sind geblieben und so schielt der Lausanner Quartierverein auch in dieser Saison nach oben.

10 Punkte hat SLO bisher gesammelt, zuletzt zwei Spiele in der Challenge League verloren, gegen die anderen Aufstiesanwärter Xamax und Thun, jedoch den FC Sion im Cup mit 4:0 aus dem «eigenen» Stadion geschossen. Offensiv gaben dabei vor allem Sofyan Chader und Zachary Hadji den Ton an.

Mittelfeldspieler Chader kam im Sommer vom Aufsteiger in die Ligue 1 Clermont Foot. Stürmer Hadji wechselte aus Luxemburg von Fola Esch nach Lausanne. Zweimal nicht die ganz grosse Fussballbühne. Zusammen zeichnen sich Chader und Hadji aber verantwortlich für sieben der bisher 10 geschossenen SLO-Tore – auch beim Spektakel gegen Sion trafen beide.

Da wartet also Arbeit auf uns. Und unsere Ausgangslage bleibt unverändert. Punkten. Mit Leidenschaft und Kampfbereitschaft. Dazu müssen wir bereit sein. Der Kopf ist jetzt wohl entscheidender als die Füsse. Die Aufarbeitung des Yverdon-Spiels war hart, aber sachlich. Unser Trainer Davide Morandi und sein Staff haben in der kurzen Vorbereitungszeit viel gesprochen, viel Kopfarbeit geleistet, damit wir das Wettkampfglück morgen in der Westschweiz auf unsere Seite zwingen.

Izer Aliu hat gegen Yverdon einen Schlag auf den Fuss bekommen. Unser Mittelfeldmann humpelte mit einem geschwollenen Fuss in die Garderobe nach dem Abpfiff. Sein Einsatz ist fraglich. Elia, Anthony und Ashvin stehen Davide Morandi leider weiterhin nicht zur Verfügung.

Wieder beschwerdefrei sind dafür Innenverteidiger Elis Isufi, der nach seiner Verletzung gegen Yverdon noch einige Minuten kickte, und auch Nikola Sukacev dürfte morgen in Lausanne zur Verfügung stehen. Das sind gute Nachrichten vor dem Kampfspiel gegen Stade Lausanne-Ouchy.

Come on Kriens.

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