Knappe Niederlage zum Saisonabschluss

Und am Ende musste der Favorit nochmals richtig zittern, wir kamen zu Gelegenheiten, hatten in der Offensive endlich die nötige Durchschlagskraft. Das war lange nicht der Fall, lange kamen wir nicht richtig auf Touren. Waren nach vorne blass und im Aufbauspiel leisteten wir uns vor allem vor der Pause viel zu viele Fehler.

Der Auftritt vor der Pause war insgesamt eher ungenügend, auch wenn es um nichts mehr ging. GC hatte ein zu ruhiges Leben, kam immer wieder zu leichten Ballgewinnen und zu zwei Toren, bei denen sich unsere Gegenwehr arg in Grenzen hielt. Schade.

Besser wurde es nach dem Seitenwechsel. GC hatte den Aufstieg vor Augen, wir, je länger die Partie dauerte, den Ausgleich. Leider gelang er uns trotz allen Bemühungen nicht mehr.

Aber gut, es war zum Schluss wieder ein kämpferischer, williger SC Kriens. Wie wir ihn in dieser Saison so oft erlebt haben, wie er uns unzählige Punkte einbrachte. Die Niederlage heute darf uns nochmals ärgern, mit der Saison können wir zufrieden sein. Denn: Ziel erreicht.

Wir schnaufen durch. Schauen was die Sommerpause bringt und sind pünktlich auf die neue Saison wieder da. Dann hoffentlich wieder mit euch. Ihr habt uns gefehlt. Alle zusammen. Auf bald im Kleinfeld.


Telegramm

Grasshopper Club Zürich vs. SC Kriens 2:1 (2:0)
Stadion Letzigrund – 100 Zuschauerinnen und Zuschauer

Tore: 13’ Demhasaj 1:0, 41’ Bonatini 2:0, 68‘ Luan 2:1

SC Kriens: Zbinden, Berisha, Busset (65‘ Ulrich), Urtic, Mistrafovic, Follonier (59‘ Yesilcayir), Aliu (59’ Mulaj), Selasi, Bürgisser, Sessolo (65‘ Tadic), Marleku (30‘ Luan)

Bemerkungen: SC Kriens ohne Alessandrini, Costa, Djorkaeff, Kryeziu, Kukeli (alle verletzt), Souare, Sadrijaj (nicht im Aufgebot)

Höhepunkte & Statistik


Vorschau

Von Oliver Kraaz. GC war mal eine Institution im Schweizer Fussball. Spielte man gegen GC, war dies wie ein Papstbesuch: Höher ging es nicht. Als ich als Kind mal FCL-Fan war (ja, sehr lange her. Aber: Andere rauchten Nielen oder trugen weisse Socken) – eben, als ich noch ein FCL-Fan war, gewann der FCL auf der Allmend einmal 3:0 gegen GC, gegen das grosse, heilige, übermächtige GC. Die Sonne ging unter, 13’000 Fans tobten und dachten: «So muss das Himmelreich sein.»

Heute spielt GC unter chinesischer Flagge und ich kenne keinen einzigen Spieler. Ich wohne zwar seit 25 Jahre im Zürcher Exil, nur ist GC ja gar nicht hier, sondern in der Fussball-Metropole Niederhasli.

Was sich wie Häme anhört, ist aber ein Bedauern. Immer wieder kommt mir eine Begegnung in unserer Badi in den Sinn. Ich wartete auf die Pommes Frites. Ein kerniger Typ in der Küche mit wuchtigen Armen salzte die Pommes. Und da sah ich das grosse GC-Logo-Tattoo auf seinem Unterarm. «Respekt», sagte ich. «Aber Scheisse, oder?». Er sah mich mit melancholischem Blick an, setzte den Salzstreuer ab und meinte: «Sicher. Aber was soll ich machen. Ist mein Klub.»

Die Pommes Frites waren super. Nicht nur deswegen hätte dieser GC-Fan einen treuen, echten Verein verdient. Es gibt viele Menschen rund um GC, die hätten auch einen Aufstieg verdient. Aber nicht alle.

Unser Saisonfinale gegen GC kommt. Donnerstag, 20:00 Uhr. Wir spielen für die Fans und für unseren Fussball. Heute wie gestern und morgen. Come on Kriens – ein letztes Mal in dieser verrückten Saison. Alle zusammen.


Matchbesprechung

Auf zum letzten Tanz der Saison. Zum Saisonabschluss nicht mittun können Diogo Costa und Burim Kukeli, die beide verletzt ausfallen. Sonst sind alle an Board, fit und munter. Für GC gehts um alles, um den Aufstieg. Wir wollen noch einmal richtig frech und keck aufspielen, wollen noch einen Platz in der Tabelle gut machen und uns dann in die wohlverdiente Sommerpause verabschieden.

Unsere Saisonbilanz gegen die Grasshoppers weist einen Sieg und zwei Niederlagen auf, wir erinnern uns gerne an das wunderbare 5:2 im Kleinfeld in der Vorrunde. Gelegenheit die Angelegenheit auszugleichen gibts morgen ab 20.00 Uhr im Letzigrund.

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