Punkteteilung in der Hauptstadt

17. Februar 2024

Verheissungsvoller Start und enttäuschendes Ende. Das erste Pflichtspiel des Jahres begann gut. Célien Wicht drückte die Kugel nach fünf Spielminuten über die Torlinie. Heim-Keeper Hornung hatte sich diesen etwas zu stark vorgelegt, Celi gut gepresst und ihn dann ins Tor gespitzelt. Hoppla.

In der Folge hatten wir die Partie im Griff, liessen die Kugel laufen, waren spielerisch besser und behielten so meist die Oberhand.

Ein schöner Pass in die Tiefe von Luki Riedmann zu Célien Wicht brachte die 2:0 Führung. Célien schob alleine vor Hornung ein, zweites Tor des Tages. Nett gespielt.

Es war das erwartet physische Spiel in Breitenrain. Viele Duelle im Mittelfeld, viele Kämpfe um zweite Bälle. Das Heimteam agierte oft mit weiten Zuspielen in die Spitze, wir suchten spielerische Lösungen. Fanden diese in der ersten Halbzeit, aber nach dem Seitenwechsel immer weniger. «Wir haben die Partie nach einer guten ersten Halbzeit aus den Händen gegeben und uns zu sehr dem Spiel von Breitenrain angepasst», sagt Sven Lüscher.

Zwei Tore heute. Célien Wicht im Duell mit Pascal Schüpbach und Pedro Obama (Bild: REGIOfussball.ch)

In der Tat wurde die Partie zerfahrener. Unsere Ballbesitzphasen kürzer. Die Offensivbemühungen unsauber vorgetragen. Diego Martin hatte noch die Gelegenheit zum 3:0, sein Schuss zischte aber übers Tor. 70 Minuten waren da gespielt.

Und so kam es, dass Breitenrain mit einem stehenden Ball, natürlich, zum Anschluss kam. Den Kopfball nach einem seitlich getretenen Freistoss konnte Helder Moises noch an die Latte lenken, von dort sprang er aber Mario Bühler so unglücklich ans Schienbein, dass er den Weg ins Netz fand. Kacktor ist der passende Ausdruck dafür.

Es half nicht, dass beide Aussenverteidiger, Mauro Bender und Juli Hermann, kurz vor dem Ende angeschlagen raus mussten und die Abwehrschlacht ohne sie stattfand. Wir hielten dagegen. Viele Gelegenheiten hatte Breitenrain nicht. Nur die eine noch. Ein Schuss aus 18 Metern, ein Abpraller an den Rüegsegger noch halbwegs rankam, hinterer Aussenrist oder so, und der in hohem Bogen an Freund und Feind in unser Tor segelte. Irgendwie.

«Es fühlt sich an wie eine Niederlage, so kurz nach dem Spiel. Vor allem weil wir die Partie im Griff hatten. Eine gute erste Halbzeit spielten. Natürlich nahm der Druck von Breitenrain dann zu, aber wir fanden in der zweiten Halbzeit zu wenig spielerische Lösungen um dagegenzuhalten», sagt Sven Lüscher.

Das erste Promo-League-Duell des Jahres ist passé. Wir bleiben ungeschlagen. Jetzt gilt es die Kräfte zu sammeln, die Blessuren auszukurieren (acht Spieler fehlten uns heute) und am kommenden Samstag gehts im Kleinfeld gegen Cham. Anpfiff 17.30 Uhr. Alle zusammen.


FC Breitenrain vs. SC Kriens 2:2 (0:2)
Sportplatz Spitalacker 550 Zuschauerinnen und Zuschauer

Tore: 5′ Wicht 0:1, 23′ Wicht 0:2, 79′ Lüthi 1:2, 85′ Rüegsegger 2:2

SC Kriens: Moises, Bender (83′ Willimann), Fäh, Bühler, Hermann (83′ Sliskovic), Riedmann, Uruejoma, Aversa, Martin, Facal (64′ Hoxha), Wicht

FC Breitenrain: Hornung, Schüpbach, Wenger, Hischier (70′ Frey), Lüthi, Schneuwly (82′ Ochsenbein), Pereira (81′ Rüegsegger), Gomes, Golliard, Obama (46′ Dangubic), Mast

Bemerkungen: SC Kriens ohne Gubinelli, Frei, Nushi, Rüedi, Suter (alle verletzt), Gabriel und Caserta (abwesend), Berger und Chihadeh (beide gesperrt).