«Ich könnte mir stundenlang Interviews von ihm anschauen»

Raffael Valladares hat als SCK-Junior den Aufstieg in die Nationalliga A gefeiert. Heute ist er im Kleinfeld FE-12-Trainer und verantwortlich für den Kinderfussballs.

Welches war dein erstes Fussballspiel?
Das dürfte ein Spiel unserer 1. Mannschaft gewesen sein. Welches genau, kann ich nicht mehr sagen. Ich durfte als SCK-Junior viele tolle Spiele im altehrwürdigen Kleinfeld miterleben. Vor allem die Zeit um den zweiten Aufstieg in die NLA bleibt für mich unvergessen. Diese Spieler waren unsere Helden.

Das aufregendste Fussballspiel, das du je live im Stadion gesehen hast war welches?
Das erste «grosse» Spiel war sicher der Cupfinal 1992 im Wankdorf. Mein Grossvater ermöglichte mir als kleiner Knirps dieses unvergessliche Abenteuer in Bern. Der FC Luzern besiegte den FC Lugano nach Verlängerung mit 3:1. Viel vom Spiel habe ich zwar nicht gesehen, aber die Atmosphäre war gewaltig. Dieses Ereignis hat sicher auch dazu beigetragen, dass der Fussball bereits in jungen Jahren zu meiner Passion wurde.

«Trotz seiner Erfolge scheint er jedem Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Das finde ich sehr bemerkenswert.»

Über jürgen klopp

Bei welchem Trainer möchtest du gerne einen Trainerkurs absolvieren?
Ich versuche mir von jedem Trainer etwas abzuschauen, egal in welchem Bereich er tätig ist. In meinen ersten Trainerjahren hatte Pep Guardiola grossen Erfolg mit dem FC Barcelona. Sein Kurzpassspiel beeindruckte mich sehr und hievte meiner Meinung nach den Fussball auf ein neues Niveau. Das hat mich zu Beginn meiner Trainerzeit inspiriert. Mittlerweile favorisiere ich jedoch Jürgen Klopp. Seine Persönlichkeit ist einzigartig. Ich könnte mir stundenlang Interviews von ihm anschauen. Trotz seiner Erfolge scheint er jedem Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Das finde ich sehr bemerkenswert.

Wie heisst dein Lieblingsverein, nach dem SC Kriens natürlich?
Obwohl ich die Entwicklungen der letzten Jahre eher kritisch beobachte, bleibt der FC Barcelona mein Lieblingsverein. Im Gegensatz zu meiner Familie, die alle Real Madrid unterstützten, war ich schon immer Barca-Fan. Die Ära um Xavi und Iniesta war einzigartig. Dieser Fussball hat mich gefesselt. Wirklich mitfiebern kann ich jedoch nur mit dem SCK und meinen (ehemaligen) Junioren.

«Als Kind hatte ich vor den diesen Spielen einige schlaflose Nächte. Das war immer sehr speziell.»

über das derby SC kriens vs. FC Luzern

Weshalb bis du beim SC Kriens als Trainer tätig?
Gemeinsam mit einigen Freunden aus der Krienser Jugend landeten wir auf Umwegen beim FC Horw und konnten unser eigenes Team auf die Beine stellen. So wurde ich Spielertrainer und entdeckte meine Freude für den Trainerjob. Acht Jahre verbrachte ich beim FC Horw an der Seitenlinie. Der Höhepunkt bildete der Aufstieg in die dritte Liga. Im Rahmen der Trainerausbildung wurde mir jedoch immer bewusster, dass ich meine Zukunft im Juniorenbereich sehe. So packte ich die Chance zu meinem Herzensverein zurückzukehren und wurde beim SCK Trainer der FE-12. Es ist eine sehr spannende und anspruchsvolle Aufgabe diese talentierten Junioren zu begleiten. Es fasziniert mich, die einzelnen Spieler bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Neben meiner Tätigkeit als Trainer der FE-12, koordiniere ich mittlerweile auch die Bereiche U11 bis U9 und unsere Kleinfeld-Kids (F- und G-Junioren). Ich bin mit viel Herzblut und voller Freude dabei.

Bei welchem Spiel möchtest du unbedingt dabei sein?
Beim Derby im Cupfinal. SC Kriens gegen den FC Luzern. Das wäre grossartig. Die Spiele gegen den FCL sind in meinen Erinnerungen noch sehr präsent. Die Atmosphäre war immer grandios, egal ob zuhause oder auswärts. Als Kind hatte ich vor den diesen Spielen einige schlaflose Nächte. Das war immer sehr speziell. Leider hält sich die Häufigkeit der Derbys in den letzten Jahren arg in Grenzen. Deshalb wäre das eine tolle Sache. Ich würde sonst auch einen Halbfinal nehmen. Im Kleinfeld.

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