«Ich habe Ideen und klare Vorstellungen»

Seit letztem Dienstag ist Marco Wiget offiziell als Sportchef des SC Kriens tätig. Der 31-jährige spricht im Interview über seine neuen Aufgaben im Kleinfeld und die Planungen für die neue Saison.

Marco Wiget, welche Argumente waren entscheidend, um das Amt des SCK-Sportchefs anzunehmen?
Einerseits ist da meine grosse Liebe zum Fussball, die ich nun beim SCK anders ausleben kann, als auf dem Platz als Spieler. Andererseits, weil ich bei einem Klub den ich toll finde und sehr mag etwas verändern- und meine Ideen einbringen kann, einen Gestaltungsfreiraum habe und es mich sehr reizt, im Kleinfeld etwas zu bewegen.  

Hast du lange gebraucht, um dich dafür zu entscheiden? 
Ich habe mir die nötige Zeit genommen. Es ist ein wichtiger Schritt für mich. Ich beende meine Fussballlaufbahn als Spieler im Sommer beim FC Brunnen, zudem trage ich viel Verantwortung im Kleinfeld – ich wollte mir diese Entscheidung deshalb gut überlegen.

Wie sehr war die Vergangenheit als Spieler beim SCK entscheidend für die Zusage?
Natürlich ist der SC Kriens ein spezieller Verein für mich. Ich habe im Kleinfeld tolle Momente erlebt und war sieben Jahre lang Spieler beim SCK. Diese Erinnerungen und Emotionen bleiben. Meine Entscheidung das Amt anzunehmen hat aber mehr mit der Zukunft als mit der Vergangenheit zu tun. Ich sehe das Potential des Vereins, die Möglichkeiten im Kleinfeld und es ist für mich persönlich eine gute Gelegenheit um in einem vertrauten Umfeld als Sportchef zu arbeiten.

Was ist dir als Sportchef wichtig im Umgang mit Spielern und Trainern?
Ich habe als Spieler immer meine Meinung gesagt, das werde ich auch Sportchef tun. Mir ist es in der Menschenführung wichtig, offen und ehrlich miteinander umzugehen, auch wenn man nicht dieselben Ansichten hat. Ich bin jemand, der Dinge, positive und negative, aktiv anspricht. Das möchte ich auch von den Spielern und dem Trainerteam.

Wir sind Tabellenletzter, der Ligaerhalt ist unrealistisch, es bleiben noch 12 Spiele. Eine schwierige Situation.
Der Vorteil ist, wir haben mehr Planungssicherheit als in den letzten Jahren. Mein Fokus gilt nun vor allem der kommenden Saison. Wir wollen uns aber mit einem Kämpferherz und viel Fussballleidenschaft in die verbleibenden Partien reinhängen, das erwarte ich von der Mannschaft und habe das den Jungs auch so gesagt. Wir wollen das Beste aus dieser Situation machen.

René van Eck besitzt einen Vertrag bis im Sommer, wird er auch nächste Saison SCK-Trainer sein
Wir werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen und miteinander über die Zukunft sprechen.

Wie soll sich die 1. Mannschaft verändern, wie wird ihr Gesicht nächste Saison aussehen?
Ich habe meine Ideen und klare Vorstellungen, auch da haben wir einiges zu besprechen in den nächsten Wochen. Mehr möchte ich jetzt aber noch nicht preisgeben.

Du trittst in die Fussstapfen von Bruno Galliker, der jahrelang erfolgreich als SCK-Sportchef gearbeitet hat. Wie ist es sein Nachfolger zu sein? 
Das sind in der Tat grosse Fussstapfen. Als ehemaliger SCK-Spieler weiss ich, wovon ich rede. Ich freue mich darauf im Kleinfeld als sein Nachfolger tätig zu sein und hoffentlich freut er sich auch über mich als sein Nachfolger.

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