Frauen: Niederlage gegen LSC

Im Spiel der noch ungeschlagenen Teams in der 4. Liga duellierten sich am Sonntagnachmittag Kriens und der LSC. Auf das Wort Fussball kann getrost verzichtet werden, den gemäss Regelauslegung des Unparteiischen war jeglicher Körperkontakt nämlich gefährlich und deshalb verboten.

Dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, war schon vor der Partie klar. Beide Teams haben in dieser Saison noch nie verloren und weisen ein ähnlich gutes Torverhältnis auf. Der Gegner LSC war im Vergleich zu den Vorjahren querbeet mit guten Verstärkungen bestückt. Das Spiel war gleich in dreierlei Hinsicht mit Stolpersteinen ausgelegt: ein Gegner mit einer sehr durchschlagskräftigen Offensive, ein kleines und holpriges Rasenspielfeld und ein Schiedsrichter, welcher sich eindeutig in der Sportart geirrt hatte. Mit geschätzten 50 SCK-Foulspielen, 40 davon harmlose Zweikämpfe, glich das Spiel mit vielen Unterbrechungen eher einem Sonntagabend-Film auf RTL. Spielfluss war nicht vorhanden. Einem Spitzenspiel und vor allem dem Fussballregelwerk unwürdig, ein solches Auftreten des Unparteiischen.

Gespielt wurde ab und zu doch noch ein wenig. Kriens gelang ein optimaler Start. Bereits in der 2. Minute lag der Ball im Tor. Karin Amstutz mit einem Rundschlag, welcher durch die Torfrau in die eigenen Maschen bugsiert wurde. Nur Minuten später war plötzlich der LSC in Front, ehe Melanie Wigger nach 17 Minuten auf 2-2 stellte. Vor der Pause war es erneut das Heimteam, welches vorlegte. Nach einer turbulenten ersten Hälfte stand es 2-3 aus Krienser Sicht. Schön anzusehen war es eigentlich nicht. Kick & Rush auf beiden Seiten, doch viel mehr war auf dem holprigen Untergrund auch nicht möglich.

Das Spiel normalisierte sich, beide Teams mit Chancen und Möglichkeiten. Zwei klare Elfmeter zu Gunsten der Krienserinnen wurden jedoch ignoriert. Auch in der zweiten Hälfte wurde, wie bereits im ersten Umgang, eine Stürmerin aus Kriens ohne Chance auf dem Ball von der LSC-Schlussfrau umgemäht und mit lustiger Begründung vom Mann in Orange nicht gegeben. Wahnsinn. Kriens machte gegen Ende der Partie auf und suchte den Ausgleich. Der LSC fuhr noch drei Konter und gewann am Ende 6-2. 

Vorwerfen kann man sich nichts. Die Partie war lange offen und auf Messers-Schneide. Das schnelle Umschaltspiel, eine der Krienser Stärken, wurde durch den Mann mit der Trillerpfeife im Keim erstickt. Schade. Aber um den Kopf hängen zu lassen bleibt keine Zeit. Bereits morgen Dienstag wartet der FC Hünenberg im Cup-Achtelfinal. Anpfiff um 20.15 Uhr im Kleinfeld. 


Telegramm

Luzerner SC – SC Kriens 6:2 (3:2)
Hubelmatt

Tore: 2‘ Amstutz K., 17‘ Wigger

SC Kriens: Furrer, Villiger, Zuber, Cuic, Cardoso, Amstutz S., Fluder, Flüeler, Amstutz K., Wigger, Laky

Ersatz: Amstutz L., Hirt, Melliger

Bemerkungen: SC Kriens ohne Blättler, Büchler, Hess, Limacher, Mirakaj, Rüttimann, Schäfer, Wieser

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