FE-14: In 20 Minuten das Spiel hergeschenkt

Nach der Partie gegen das Team Zugerland sind wir um eine schmerzhafte Erfahrung reicher. 20 schwache Minuten genügen, um ein Spiel auf den Kopf zu stellen und am Schluss mit leeren Händen dazustehen. Genau so war es an diesem windigen Samstag in Zug. Wir unterlagen mit 4:7 und mussten nach vier siegreichen Direktduellen als Footeco Teams das ersten Mal den Zugern den Vortritt lassen.  


Telegramm

Team Zugerland vs. SC Kriens 7:4 (0:2, 5:0, 2:2)

Tore: 8. Sean 0:1, 11. Xhemal 0:2, 38., 40., 44., 50., 59., 61. Team Zugerland 6:2, 65. Sean 6:3, 74. Sean 6:4, 76. Team Zugerland 7:4

Unser Team: Mauro, Remo, David, Damjan, Joël B., Livio, Mio (C), Nando, Xhemal, Sean, Pascal – Tim, Jon, Loris, Joel G.

Nicht im Kader: Patili (Aufbautraining), Gian und Gianni (beide kein Aufgebot)


Wie schon gegen den FC Lugano spielten wir ein sehr fokussiertes erstes Drittel. Im Gegensatz zum Auftritt im Tessin zeigten wir uns aber in der Box präsenter und konnten durch Sean die frühe Führung erzielen. Es kam noch besser. Xhemal doppelte drei Minuten später nach. Somit schien alles im grünen Bereich, denn wir waren auch in der restlichen Zeit bis zum ersten Pausentee die spielstärkere Mannschaft und standen dem 3:0 näher als das Team Zugerland dem Anschlusstreffer. 

In der Nachbetrachtung dieses Innerschweizer Derbys geschah die spielentscheidende Szene anfangs des zweiten Drittels. Damjan wurde gefoult, musste das Spielfeld verlassen und kam erst zu Beginn des dritten Drittels wieder aufs Feld zurück. Der Zuger Spieler kassierte völlig zu Recht die gelbe Karte. Wer nun gedacht hatte, dass uns die 10 minütige Überzahlsituation in die Karten spielen würde, wurde leider eines Besseren belehrt. Es waren nämlich nicht die Jungs im blauen Dress sondern wir, die nun in Schwierigkeiten gerieten. 


Juniorensponsoren

Die ganze defensive Stabilität war vollkommen weg. Wir gewährten den Zugern viel zu viele Räume und zeigten Auflösungserscheinungen. Das Team Zugerland und insbesondere dessen Captain wurden richtiggehend zum Toreschiessen eingeladen. Innerhalb von rund 20 Minuten legten uns die Zuger gleich 5 Eier ins Nest. Es fühlte sich wie die grosse Osterbescherung an. Unglaublich, da waren wir bis zur beschriebenen Szene das spielerisch reifere Team und hatten Spiel und Gegner völlig unter Kontrolle. In die zweite Pause gingen wir jedoch mit einem 2:5 Rückstand. Fussball kann manchmal richtig brutal sein.

Wir gaben uns deswegen noch nicht geschlagen und wollten in den letzten 30 Minuten an die Leistung am Anfang der Partie anknüpfen. Ein frühes Tor sollte die Initialzündung für ein Schlussfeuerwerk sein. Fehlanzeige. Es waren die Zuger, welche gleich zu Beginn des dritten Drittels ihren Vorsprung auf vier Einheiten ausbauten. Wir kämpften weiter und schöpften dank zwei Tore durch Sean – eines davon mittels Elfmeter – nochmals Hoffnung. Es passte aber zu diesem Nachmittag, dass wir uns mit einem weiteren individuellen Fehler gleich selber wieder und jetzt auch endgültig auf die Verliererstrasse brachten. Danach war der Ofen aus und es fielen auf beiden Seiten keine weiteren Treffer mehr.

Unser Fazit: Über die gesamten 90 Minuten waren wir heute einfach nicht gut genug, um etwas zählbares in den Kanton Luzern mitzunehmen. Die Zuger kämpften sich nach dem ersten Drittel zurück ins Spiel, hatten mit Andrej einen kaltblütigen Vollstecker (6 Tore!) und waren der verdiente Sieger. 

Natürlich schmerzt diese Niederlage. Es wäre aber nicht richtig, jetzt alles schlecht zu reden. Solche Spiele oder Spielphasen, in welchen gar nichts zusammenpasst, kann es geben. Wichtig ist, dass man daraus lernt und es beim nächsten Mal wieder besser macht. Uns bietet sich diese Gelegenheit am nächsten Sonntag. Dann spielen wir ein Testspiel gegen die Ca Junioren der SV Meggen/Adligenswil. 

Bericht: Team FE-14


Spielbilder

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