FE-14: Das Spiel verloren – den Respekt verdient

Es gibt Spiele, da darf man auch nach einer Niederlage stolz auf die eigene Leistung sein. Genau so war es nach der Partie gegen GC Campus. Das Schlussergebnis lautete zwar 2:4 aus unserer Sicht, trotzdem sah man nur zufriedene Jungs im graugrünen Auswärtsdress. Wir konnten das Spiel praktisch bis zum Ende resultatmässig offen gestalten. Absolut keine Selbstverständlichkeit gegen eine der Top-Mannschaften im nationalen Footeco FE-14.


Telegramm

GC Campus vs. SC Kriens 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)

Tore: 13. GC 1:0, 39. Sean 1:1, 54. GC 2:1, 68. GC 3:1, 80. Pascal 3:2, 90. GC 4:2

Unser Team: Tim, Remo, David, Damjan, Joël B., Loris, Mio (C), Livio, Patili, Sean, Pascal – Jon, Nando, Joel G., Xhemal

Nicht im Kader: Mauro (verletzt), Gian und Gianni (beide Aufgebot Ca)


Die ersten paar Minuten des Spiels liessen nichts Gutes erahnen. Die Hoppers starteten fulminant und erdrückten uns beinahe mit ihrer Dominanz. So war es nur logisch, dass wir noch in der ersten Viertelstunde in Rückstand gerieten. Dieses Gegentor war aber wie ein Weckruf für uns. Wir stellten uns in den restlichen 75 Spielminuten viel besser auf die blau-weissen Jungs ein und liessen keine solchen Druckphasen mehr zu. Natürlich blieben die Zürcher spielbestimmend mit viel Ballbesitz. Die gefährlichen Torszenen vor unserem Gehäuse waren von nun an aber überschaubar.

Hin und wieder konnten wir auch den einen oder anderen Nadelstich nach vorne setzen und tatsächlich gelang uns nach einem individuellen Fehler in der Verteidigung von GC Campus der Ausgleich. Sean bedankte sich und hämmerte den Ball unhaltbar ins obere Eck des gegnerischen Tores. Gerne hätten wir das Remis mit in die zweite Pause genommen. Nach einer unübersichtlichen Situation in unserem Strafraum kassierten wir aber in der 54. Minute etwas unglücklich den zweiten Gegentreffer. 

Als wir in der 68. Minute mit zwei Toren in Rückstand gerieten, schien die Partie entschieden. Was uns aber immer wieder auszeichnet, ist unsere Moral. Aufgeben? Gibt es für uns nicht. Wir glauben immer an uns. Und siehe da. 10 Minuten vor Schluss wurde unser Kampfgeist belohnt. Nach einem zügig vorgetragenen Angriff über unsere rechte Seite flankte Livio mit grosser Übersicht über die zentrale Verteidigung zu Pascal, der mit einer Direktabnahme schnörkellos einnetzte. Leider schafften wir es danach nicht mehr, nochmals gefährlich vor dem Kasten des Zürcher Torwarts aufzutauchen. Die Hoppers hingegen spielten sich kurz vor dem Abpfiff gekonnt durch unsere Reihen und erzielten den alles entscheidenden 4. Treffer.

Was nehmen wir von diesem Spiel mit? Die Jungs in Blau-Weiss hatten eine enorm grosse spielerische Qualität. Wir mussten auf der Hut sein, um nicht von den gefährlichen Zuspielen in die Schnittstelle und den präzisen Seitenverlagerungen überrascht zu werden. Deshalb überliessen wir dem Gegner die erste Zone, ab der Mittellinie hingegen standen wir gut gestaffelt und machten die Räume eng. 

Lob gab es von den Trainern für die solidarische und disziplinierte Leistung. Obwohl wir – wie so oft – dem Gegner physisch massiv unterlegen waren, nahmen wir die Zweikämpfe resolut an. Die Laufbereitschaft war unglaublich gross, immer und immer wieder liefen wir die Zürcher an, oftmals zwar ohne Ballgewinn, aber dennoch wichtig für die defensive Stabilität. Wir bewiesen eine bemerkenswerte Frusttoleranz. Hervorzuheben gilt es auch unsere Tore. Beide verdienen das Prädikat: Äusserst sehenswert!

Die Herausforderungen bleiben gross. Es gibt keine Zeit zum Durchatmen. Am nächsten Samstag reisen wir in den Norden. Der Gegner ist das Team Basel Concordia. Da müssen wir wieder alles raushauen. Im Hinspiel trennten wir uns nach einer intensiven und spannenden Partie mit 3:3. Wird es wiederum ein Kräftevergleich auf Augenhöhe? Wir sind gespannt. 

Bericht: Team FE-14


Spielbilder

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