Eine Reaktion und ein Punkt

2. März 2024

Ein bisschen komisch wars schon. Unser Auswärtsspiel im Kleinfeld. Während unser Gastro-Team um Vreni Sigrist im Restaurant eine GV mit 100 Personen durchführte, standen die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer durchs Restaurant an, um auf die Tribüne zu gelangen. Alles ein bisschen anders als sonst.

Auf dem Feld aber präsentierten wir uns heute deutlich präsenter und energiegeladener als zuletzt. Hatten in der ersten Halbzeit ein Chancenplus und hielten den Gegner auf der anderen Seite weitestgehend in Schach. Die Gäste, sorry, das Heimteam, darf für sich beanspruchen, etwas mehr Ballbesitz gehabt zu haben vor dem Seitenwechsel, viel Nennenswertes schaute dabei allerdings nicht heraus.

Wir standen kompakt, verteidigten solidarisch, stellten das Zentrum gut zu und mussten uns lediglich mit vereinzelten Flankenbällen auseinandersetzen. Wirklich gefährlich wurde es vor Lars Hunn in der ersten Halbzeit nur ein, zweimal. Also kaum.

Es war insgesamt eine Partie auf Augenhöhe, in der wir öfters zu aussichtsreichen Angriffen und Torgelegenheiten kamen. Wir fanden immer wieder genügend Raum vor, lösten uns gut und erspielten uns Abschlussmöglichkeiten.

Célien Wicht hatte die Chance zum 0:1 nach gut zehn Minuten und setzte 10 Minuten später eine Kopfball aus kurzer Distanz über die Querlatte. Diego Martin kam nach eine Vorstoss über links frei zu Schuss und wieder Célien Wicht setzte seinen Schlenzer nach 35 Minuten an den Pfosten.

Wir waren da. Waren im Spiel und eine Pausenführung für uns wäre, gemessen an den Torchancen, nicht unverdient gewesen.

Nach der Pause kam es allerdings anders. Zuerst. Ein Fehlpass von uns im Mittelfeld, der schnelle Pass in die Spitze und Lars Villiger, heute mit Auslauf beim Nachwuchs, traf alleine vor Lars Hunn zur Führung für blauweiss. Ein Nackenschlag kurz nach dem Seitenwechsel.

Allerdings rappelten wir uns schnell wieder auf. Hielten dagegen. Stemmten uns gegen die Niederlage. Juli Hermann musste angeschlagen raus, Alejandro Willimann rutschte nach hinten, machte das dort einwandfrei, wir stellten um auf eine Dreierabwehr. Suchten den Ausgleich. Reagierten. Hatten nun mehr vom Spiel. Waren besser.

Moyo traf nur die Latte nach einem Sliskovic Eckball. Eine Stunde war gespielt. Berisha hatte auf der anderen Seite die Gelegenheit zum 2:0. Knapp vorbei. Durchschnaufen.

Aber nur kurz. Flavio Caserta über links, Flanke zur Mitte und Marco Rüedi mit dem Kopf zum Ausgleich. Hochverdient. Fast überfällig. Knapp 70 Minuten gespielt.

Das Momentum lag nun auf unserer Seite. Aber, wir verpassten es, den bekannten Sack zu zu machen. Hatten zwar bis zum Spielende mehr Spielanteile und Gelegenheiten. Bock reagierte nach 75 Minuten toll auf einen Ablenker von Rrezart Hoxha. Lars Villiger wurde im Strafraum von uns ausgebremst. Marco Rüedi bekam noch eine Kopfballgelegenheit kurz vor dem Abpfiff.

Aber, es blieb dabei. Ein Punkt auswärts im Kleinfeld. Deutlich verbessert, gut reingekämpft in die Partie und am Ende wären aufgrund unseres Kampfgeistes und engagierten Auftritts auch drei Punkte verdient (möglich) gewesen. Weiter gehts. Wir schnaufen kurz durch, am Mittwoch spielen wir in Bern gegen den YB-Nachwuchs.


Telegramm

FC Luzern U21 vs. SC Kriens 1:1 (0:0)
Stadion Kleinfeld 850 Zuschauerinnen und Zuschauer

Tore: 48′ Villiger 1:0, 67′ Rüedi 1:1

FC Luzern U21: Bock, Meyer (79′ Freimann), Fazlic, Willimann (46′ Urtic), Vukic, Wicht, Walker (86′ Haag), Jaiteh, Berisha, Ademi (46′ Villiger), Bieri (61′ Hegglin)

SC Kriens: Hunn, Caserta, Bühler, Aversa, Hermann (56′ Rüedi), Uruejoma, Willimann, Riedmann, Martin (74′ Facal), Slickovic (74′ Hoxha), Wicht (87′ Frei)

Bemerkungen: SC Kriens ohne Bender, Moises, Fäh, Gubinelli, Suter, Nushi (alle verletzt), Berger und Chihadeh (beide gesperrt)