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Ba: Titel-Drama in letzter Sekunde – SC Kriens

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Ba: Titel-Drama in letzter Sekunde

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Beitrag: REGIOfussball.ch

Bereits in der Startphase zeigte der SC Kriens, dass er den Titel unbedingt vor eigenem Publikum holen wollte. Mit viel Druck, Tempo und klarer Spielidee dominierte das Team das Geschehen auf dem Kleinfeld bei hochsommerlichen Temperaturen. In der 15. Minute wurde diese Überlegenheit belohnt: Andrey Toropov traf zur verdienten 1:0-Führung und brachte die Krienser früh auf Meisterkurs.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Kriens kontrollierte Ball und Gegner, liess defensiv kaum etwas zu und suchte immer wieder den zweiten Treffer. Doch trotz bester Möglichkeiten blieb es lange beim knappen Vorsprung – und damit die Spannung voll erhalten. Je näher das Spielende rückte, desto mehr nahm die Dramatik zu. In der 90. Minute dann der Schock: Mit praktisch der ersten gefährlichen Aktion gelang der Rottal Selection durch Fabian Meyer der Ausgleich zum 1:1. Ein Treffer, der das Spiel komplett auf den Kopf stellte und Erinnerungen an späte Gegentore im WM-Spiel zwischen der Schweiz und Katar weckte.

Doch der SC Kriens reagierte eindrücklich. Angetrieben von der Seitenlinie durch das Trainerduo Marin Barisic und Roland Sigrist warf die Mannschaft nochmals alles nach vorne. Die Antwort folgte nur Minuten später – und sie war perfekt: In der 95. Minute war es Rafael Marti, der den Ball zum umjubelten 2:1 über die Linie drückte und damit nicht nur das Spiel entschied, sondern auch den Titel besiegelte. Die Schlusssekunden waren geprägt von Emotionen pur – inklusive einer Verwarnung für den Torschützen, der seine Freude kaum zurückhalten konnte. Kurz darauf war Schluss: grenzenloser Jubel auf Seiten des SC Kriens auch bei der anschliessenden Medaillen- und Pokalübergabe durch den Innerschweizer Fussballverband (IFV).

Besonders bemerkenswert: Erst nach dem Schlusspfiff wurde definitiv klar, dass die Konkurrenz nicht mehr eingreifen konnte. Zug 94 kam lediglich zu einem Unentschieden, Verfolger Team Seetal verlor – damit wäre selbst eine Niederlage ausreichend gewesen. Doch Kriens liess keinen Zweifel aufkommen und krönte sich aus eigener Kraft zum verdienten Meister. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die starke Saison: 26 Punkte aus 11 Spielen, das klar beste Torverhältnis (+24) und die konstantesten Leistungen über die gesamte Frühjahrsrunde hinweg sichern dem SC Kriens verdient Rang 1 vor Zug 94 und Team Seetal.

Zum Starteinsatz beim SC Kriens kamen: Torhüter Cristian D’Onofrio hinter einer stabilen Defensive um Captain Aldin Brahovic, Remo Niederberger, Severin Linder und Altin Bushi. Im Mittelfeld lenkten Rafael Marti und Fabian Vonwil das Spiel, während Noel Bajraj offensiv die Fäden zog. Über die Flügel sorgten Sean Alan Bühler und Torschütze Andrey Toropov für Gefahr, im Sturmzentrum arbeitete Tiago Azevedo Cardoso unermüdlich.

Mit diesem spektakulären Abschluss setzt der SC Kriens ein starkes Zeichen – und richtet den Blick bereits auf die nächste Herausforderung: Am 20. Juni wartet in Regensdorf der Kampf um den Schweizer Meistertitel der Youth League. Die Ausgangslage ist klar: Mit dieser Leidenschaft und diesem Teamgeist ist für Kriens alles möglich.

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