Arbeitlos im Kleinfeld

Sie stehen an der Kasse, hinter der Theke oder dem Grillstand. Normalerweise. In der vergangenen Saison aber gabs kaum Zuschauer. Keine Würste, kein Bier und auch keine Pommes. Unseren freiwilligen Helferinnen und Helfern fehlen die Arbeit und die Menschen im Kleinfeld. Zum Glück deutete nun Vieles auf die Rückkehr der Fans hin.


Toni Vogel. Grillstand
«Viele Menschen an meinem Grillstand kenne ich mittlerweile persönlich und weiss genau, welche Art von Wurst sie möchten. 20 Jahre bin ich nun schon im Kleinfeld tätig. Es nagt an mir, dass hier seit Monaten nichts stattfindet. Das mit der SCK-Familie ist keine Floskel, es ist wirklich so und ich denke man spürt das auch als neutraler Matchbesucher. Hier helfen Menschen mit, die gerne kommen und die gerne ihre Freizeit für den SC Kriens hergeben.»


Gabi Frevel. Gastronomie
«Wir werden im Kleinfeld wohl nächste Saison wieder Zuschauerinnen und Zuschauer begrüssen dürfen – und das wohl auch nur mit Einschränkungen. Die Matchatmosphäre, die Stimmung und natürlich das Soziale vermisse ich schon sehr. Seit neun Jahren engagiere ich mich in der Freizeit beim SC Kriens und an den Heimspielen im Kleinfeld. Den Zusammenhalt im Gastro-Team schätze ich hier sehr, es ist sehr familiär. Auch wenn es bei den Heimspielen stressig sein kann an den Essensständen.»


Werner Häfliger. Stadionkasse
«Es macht mich traurig, dass wir uns nicht mehr hier im Kleinfeld treffen können. Fast unbegreiflich eigentlich. Mir fehlen die Menschen, die SCK-Familie. Die vielen vertrauten Gesichter, das Zusammenkommen nach dem Spiel. Ich wohne ja gleich neben dem Kleinfeld und sehe von meinem Balkon aufs Feld. Manchmal sitze ich dort und schaue die Trainings unserer 1. Mannschaft. Aber das ist nicht dasselbe. Ich hoffe wir sind nun in der ganzen Schweiz solidarisch und können in der neuen Saison wieder alle die Heimspiele besuchen. Das wünsche ich mir.»


Sandra Zuberbühler. Gastronomie
«Ich komme ja nach wie vor ins Kleinfeld, da ich als stellvertretende Leiterin der Gastronomie hier arbeite. Trotzdem vermisse ich alle die Menschen, die wir jeweils an den Heimspielen begrüssen, wenn das Kleinfeld zum Treffpunkt der Krienserinnen und Krienser wird. Auch diese schöne Hektik, wenn die Gäste bei uns anstehen oder meinen Namen rufen an der Bar, das fehlt mir. Diese Lebhaftigkeit, die Action im Kleinfeld, die hoffentlich bald wieder stattfindet.»


Stephan Stucki. Gastronomie
«Ich bin gelernter Verkäufer und verkaufe gerne. Seit 1999 bin ich beim SCK, seit 2003 im Gastro-Team. Mir macht es Spass Bier oder Würste zu verkaufen, den Kontakt mit den Zuschauern zu pflegen. Den Grillstand beim Gästesektor führe ich zusammen mit Jimmy, oft ist es hektisch dort und vom Spiel sehen wir eigentlich nie etwas. Aber wir kommen ins Gespräch mit den Leuten, mit den Gästefans, mit einigen sind sogar Fussball-Freundschaften entstanden. Diese Leute fehlen mir, den Menschenkontakt im Kleinfeld vermisse ich sehr.»

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